Tips und Tricks

aktuelle NOVELL-Produkte - von allen NOVELL-Produkten sind Demo-Installationen möglich

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Windows 9x-Installation im NOVELL-Netz

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TCP/IP

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Windows NT 4-Installation – gilt entsprechend auch für Windows 2000

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Vergleich NT4 - NetWare

So „schön“ NT als Server für einen 0815-Nutzer ist (vertraute Umgebung), so ist es für den Administrator umständlich. Wenn man bedenkt, daß man (so man keine Zusatztools verwendet) zum Server rennen und minutenlang warten muß, um einem User Rechte einzuräumen, ist das wirklich nicht schön. Insbesondere kann auch nicht ein User vertretungsweise seinem Kollegen Rechte gewähren - das darf nur der Administrator.

Der Anwender wundert sich verständlicherweise, daß er versehentlich gelöschte Dateien auf dem Server nicht entlöschen kann. Auch hier muß man zu Zusatztools greifen.

Nutzer kann man unter NT nicht einfach umbennen - hier hilft nur löschen und neu anlegen!

Die Verwendung von Anmeldeskripts ist auf ein Minimum reduziert. Einen allgemeinen Skript gibt es nicht, jedem Nutzer ist einer zuzuordnen. Liegt der PDC hinter einer WAN-Verbindung, wird es aufwendiger. Unverständlich ist die unterschiedliche Verwendung des net use-Befehles bei Windows und NT (persistent:NO).

Die Verwendung von login-Parametern (User-Name etc.) ist bei NT nicht möglich. Ältere Applikationen, die den User-Namen anzeigen oder auswerten, haben dort Probleme.

Die Uhrzeit wird nicht automatisch synchronisiert. Hier ist der net time-Befehl erforderlich. Für die Synchronisation der Serverzeit mit dem Internet sind Zusatztools erforderlich (z.B. Nettime).

Eine remote-Steuerung des NT-Servers ist nur über Zusatzsoftware (PC Anywhere oder VCN) möglich.

Verfügt der NT-Server über mehrere Netzwerkkarten, ist in der Regel Zusatzsoftware notwendig, da NT kein Routing unterstützt (nur einfaches Forwarding).

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Umstellung von NOVELL-NetWare auf Windows NT 4

Viele Firmen stellen bedingt durch die allgemeine Vertrautheit der Windows-Oberfläche ihr Netzwerke von NOVELL NetWare auf Microsoft Windows NT 4 um. Hierbei sind einige Abweichungen zu beachten:

User-Einrichtung

Strukturierte Organisationen lassen sich mit NT nicht wiedergeben, d.h. die User-Namen müssen eineindeutig sein. Gibt es z.B. einen Meier in der Buchhaltung und einen Meier in der Konstruktion, dann sollte man diese z.B. durch den ersten Buchstaben des Vornamens ergaenzen.

User können nur direkt am Server verwaltet werden.

Anmelde-Skripts

Gegenüber NetWare fehlen Container-, Profil- und Standard-Anmeldeskript. Jeder User benötigt einen eigenen Skript.

Die Skript-Befehle werden nicht über einen speziellen betriebssystemunabhängigen clientspezifischen Skript-Interpreter abegarbeitet, sondern als normale Batch-Dateien des jeweiligen Betriebssystemes. Damit entstehen automatisch Unterschiede in der Abarbeitung eines Skriptes unter NT und Windows:

net-Befehle

net use

net use <LW>: \\<Computer>\<Freigabe> wirkt bei Windows nur für die jeweilige Sitzung, bei NT aber permanent, ab der zweiten Anmeldung unter NT kommt dann eine Meldung, daß das Laufwerk bereits vergeben ist. Will man dies unterbinden, ist der folgende Parameter erforderlich:

net use <LW>: \\<Computer>\<Freigabe> /PERSISTENT:NO. Der Zusatzparameter führt bei Windows 9.x zu einer Fehlermeldung.

Beim Zugriff auf einen zweiten Arbeitsplatz bzw. Server ist ggf. eine Anmeldung erforderlich, nämlich dann, wenn der aktuelle Anmeldename (incl. Paßwort) nicht mit dem des weiteren Servers übereinstimmt. Hier hilft der Befehl
net use <LW>: \\<Computer>\<Freigabe> /USER:<Name>\<Domäne>
Bei einem Windows 9.x-Client gibt es die User-Option nicht. Im günstigsten Fall gibt es wenigstens den User-Namen. Aber unter einem anderen User-Namen (z.B. Gast oder Administrator) kann man sich nicht an einem Server anmelden.

Der net use Befehl zum Zuordnen von Netzwerklaufwerken bzw. -druckern funktioniert bei älteren Windows 95-PCs nicht so einfach, wenn ein Router dazwischenliegt (z.B. über einen Server mit mehreren Netzwerkkarten), da NetBIOS über TCP/IP damals noch nicht richtig implementiert war.

Net time

Während bei NetWare die Uhren automatisch beim Anmelden abgeglichen werden, kann man sich im NT-Netz mit dem Befehl
net time \\>Computer> behelfen. Jeder Windows-Client versteht diesen, aber unter NT muß der sich anmeldende User mindestens Hauptbenutzer sein, oder dem allgemeinen Benutzer wird das Recht zum Ändern der Uhrzeit explizit zugebilligt.

Rechte-Vergabe

Die Zugriffsrechte auf Dateien und Verzeichnisse werden bei Windows NT direkt an die Dateien gebunden, d.h. bei Änderungen der Zugriffsrechte müssen die jeweiligen Verzeichnisse incl. Unterverzeichnisse (Achtung: Voreinstellung ohne Unterverzeichnisse!) Datei für Datei durchgegangen werden, das kann einige Minuten dauern!

Die Zugriffsrechte können bei NT nicht vom Clienten aus geändert werden.

Entlöschen von Dateien

Einen salvage-Befehl gibt es bei NT genausowenig wie einen Papierkorb auf einem NT-Server. Hier muß man auf Zusatzsoftware zurückgreifen.

Domänen / active directory

Die Vorteile von active directory lassen sich ausschließlich von Windows 2000-Clienten (mindestens Windows 2000 Professional) nutzen. Befinden sich noch NT 4-Domänen im Netzwerk, kann auch dann active directory nur im Kompatibilitäts- (Domänen-)modus gefahren werden.

Zusatztools

Ein wichtiges Zusatztool ist Netadmin (Freeware, vorhanden!). Damit ist die Verwaltung von W2K und NT4-Servern auch von Windows-9x-Clienten möglich, z.B. down-Fahren und restart, Benutzer anlegen, Dienste und Treiber starten und beenden, Freigaben verwalten. Weiterhin kann man zur Fernsteuerung auch VNC oder PC Anywhere (letzteres kostenpflichtig) verwenden.

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letzte Änderung: 23.04.2002