Politik

Ich bin ein unpolitischer Mensch und scheue Parteien wie der Teufel das Weihwasser. Dennoch regt man sich über viele Missstände auf, und man muss ggf. auch dagegen protestieren oder einen anderen Weg zur Veränderung suchen. Das ist freilich auch in einer „Demokratie“ anstrengend.

Einige Themenkreise beschäftigen mich besonders:

Russland und die Ukraine-Krise

Präsident Viktor Janukowych gewählt, aber undemokratisch weggeputscht

Repressalien gegen die russische Bevölkerung der Ukraine

NATO-Ausweitung bis an die russische Grenze, Truppenverstärkungen, Manöver

Handelsbeziehungen / Zahlungsverweigerung

Abschuss Flugzeug – Anschuldigungen ohne Beweise

Griechenland-Desaster

Lange zugeschaut

nichts gegen Gewinner der Schuldensituation getan

Wirkungslosigkeit der „Sparmaßnahmen“ hat nicht zum Umdenken geführt

mit den Flüchtlingen allein gelassen

Neoliberalismus

Zunehmende Spaltung der Gesellschaft

zunehmende Verrohung der Gesellschaft / Solidarität unter den Bürgern geht zurück

sparen bei den unteren Bevölkerungsschichten führt zu verminderter Kaufkraft

für Bankenrettung wird bedenkenlos Geld zur Verfügung gestellt

Syrien

Zum Glück haben sich einige namhafte Menschen wie Institutionen gegen einen Kampfeinsatz in Syrien geäußert, z.B. die evangelische Kirche von Baden, Margot Käßmann, Karin Leukefeld, Willy Wimmer, Jürgen Todenhöfer, Konstantin Wecker. Der Bürgerkrieg in Syrien entwickelte sich überhaupt erst durch die vom „Westen“ forcierte Destabilisierung des Staates in dieser Schwere. Als Ergebnis erleben wir diese gewaltige Flüchtlingswelle. Man muss sich fragen, warum wir uns dort überhaupt einmischen, während wir im Falle Saudi-Arabiens über die Verstöße gegen die Menschenrechte hinwegsehen. Sind da vielleicht auch eigene Interessen dabei?

Bevor sich die „westliche Welt“ dort einmischte, gab es zwar Unruhen, aber keinen IS mit allen seinen Grenzen übergreifenden Grausamkeiten. Wir unterstützen die eine oder andere Gruppe von Rebellen, bei denen wir nicht wissen, wozu sie morgen gehören. Der IS kämpft mit (häufig erbeuteten) Waffen, die wir direkt oder indirekt (z.B. über Saudi-Arabien) geliefert haben.

Abgesehen von der für eine mehr oder weniger christliche Regierung selbstverständlichen Forderung, nicht zu töten, wird mit jedem Kampfeinsatz Menschenleben mindestens gefährdet, Wohnungen werden genau so zerstört wie die Infrastruktur. Unsicherheit, Angst, Armut, Krankheiten sind die Folge. All dies treibt dem IS noch mehr willige Kämpfer zu.

Die Attentäter von Paris wären übrigens nicht in arabischen Ländern zu finden gewesen, sondern in Europa. Auch hier treibt ihre Perspektivlosigkeit manche Bürger in die Arme des Terrorismus, aber auch in die rechte Szene.


www.edv-haufe.de letzte Änderung: 22.06.2016