Videos verwalten

Viele Fotoapparate und Handys, selbstverständlich auch Videokameras, aber auch Fernsehtechnik erzeugen Videos in unterschiedlichsten Formaten, die man natürlich irgendwie zusammenstellen, schneiden und auf möglichst vielen Geräten wiedergeben möchte. Hier vertrödelt man schnell Stunden und Tage und ist am Ende mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden. Deshalb hier einige Praxis-Erfahrungen.

Originalformate

Verschiedene Geräte erzeugen auch verschiedene Videoformate. Hier einige Beispiele:

Gerät

Erweiterung

Video-Auflösung

Video-Codec

Framerate / fps

Audio-Codec

Abtastrate / kHz

Bitrate in kB/s

Sonstiges

Canon Powershot

avi

640 * 480

MPEG-4 XVID

30

Mp3

44,1

128


Panasonic

Mts

1920 * 1090

H.264 – MPEG-4 AVC

25

A52 (aka AC3)

48

192


Sony alfa

Mts

1920 * 1090

H.264 – MPEG-4 AVC

25

A52 (aka AC3)

48

256


Handy Samsung Junior

mp4

1920 * 1090

H.264 – MPEG-4 AVC

30

MPEG AAC (mp4a)

48



Mediathek

mp4

verschiedene

H.264 – MPEG-4 AVC

50

MPEG AAC

48



Technisat K2

ts

720 * 576

MPEG-2

25

MPEG (mpga)

48

192


Technistar K1

ts

Bis 1920 * 1080

H.264 – MPEG-4 AVC

25 / 50

MPEG (mpga)

48

192


Da Fernsehgeräte in der Regel proprietäre, nicht austauschbare Formate verwenden, sind sie hier ausgeklammert.

Die Tendenz geht bei Video zu H.264 (neuerdings H.265) und bei Audio zu AAC. Die Formate bzw. Codecs werden unterschiedlich bezeichnet, auch das Containerformat (erkennbar an der Erweiterung) ist von wesentlicher Bedeutung.

Speicherung

Fotoapparate und Handys lassen sich i.d.R über USB an Computer und Fernseher anschließen.

Aus Mediatheken lassen sich Videos direkt am Fernseher (falls internettauglich) anzeigen oder mittels geeigneter Programme (z.B. Mediathek View oder flash and video download) auf dem Computer speichern.

Ich bevorzuge die Speicherung auf dem Computer und von dort Übertragung (z.B. über USB-Stick oder Streaming) zum Fernsehgerät.
Alle Aufnahmen werden von mir zeitnah gespeichert (in Unterordnern mit Jahr und Monat) und auf einer weiteren getrennt gelagerten Festplatte regelmäßig gesichert.

Eine elegante Lösung ist die Speicherung auf einem NAS mit eingebautem Media-Server (DLNA-tauglich).

Weiterhin stelle ich einige Serien auf meiner Webseite oder in der GMX-Cloud bereit. Das Versenden von Bildern per e-Mail oder noch schlimmer per Whatsapp ist mir ein Gräuel!

Von einigen Receivern (z.B. Technisat) können Aufnahmen auf ein Wechselmedium gespeichert, aber nicht auf einem anderen Gerät wiedergegeben oder bearbeitet werden. Im Falle Technisat K2 gelingt das durch demultiplexen mit Projext-X und multiplexen mit mplex – sehr zeitaufwändig und kryptisch zu bedienen! Im Falle Technistar K1 geht’s auch einfacher: ts in mp4 umbenennen und alle ts in der richtigen Reihenfolge mittel copy /B zu einer Gesamtdatei zusammenfügen – nicht ganz kompatibel, kann nicht unbedingt gelesen werden.

Wiedergabe

Im einfachsten Fall wird über eine Kabelverbindung (USB) direkt von der Kamera, einem USB-Stick oder einer USB-Festplatte auf dem Fernseher abgespielt. Das funktioniert oftmals sogar mit den Originalformaten (der Kamera).

Wiedergabe auf einem Handy mit SD-Card-Erweiterung: Wichtige Bilder und Videos habe ich per Kabel vom Computer auf eine externe 32 GB SD-Karte gespeichert. Diese erscheinen nach einiger Zeit in der Galerie (die Aufnahmefunktion habe ich ebenfalls auf die externe Karte umgelenkt). Es lassen sich aber nur Bilder im jpg-Format (nicht png, TIFF u.dgl.) und Videos im mp4-Container anzeigen (ggf. vorherige Konvertierung nötig)! Beim Kopieren aufs Handy nutze ich nicht die angegebene Konvertierungsfunktion, weil da einiges verloren geht.

Eine weitere Möglichkeit ist über einen DNLA-Server oder über Streaming. Dazu müssen alle Komponenten netzwerkfähig und DLNA-fähig sein.

Meine Erfahrungen:

Bearbeitung

Wie oben zu sehen ist, liefern verschiedene Geräte unterschiedliche Auflösungen und Frameraten. Ich habe z.B. im letzten Schweiz-Urlaub (2018) teils mit dem Handy, teils mit der Spiegelreflex aufgenommen. Zur Montage nutzte ich das freie Schnittprogramm VSDC. Die Bedienung ist nicht ganz einfach, das Ergebnis passt auch nicht immer. Deshalb folgende Hinweise:

Wie kriege ich Videos ins Internet?

Im vorletzten Urlaub hatten wir je ein Handy mit sowie ich eine Panasonic Kompaktkamera. Über WLAN kopierte ich (Galerie / rechte Maustaste …) alle Fotos auf mein Handy und von dort in die GMX-Cloud (mittels GMX-App). Allerdings gelang mir die Freigabe nicht, sodass ich einen bereits freigegebenen Ordner nehmen musste – jetzt habe ich einen neutralen bereitgestellt.



Www.edv-haufe.de letzte Änderung: 29.06.2018