Urlaubsbericht 2007 Bayrischer Wald

Kurzfristig entschieden wir uns wegen bedenklichen Schneebedingungen seit „Ewigkeiten“ nicht nach Tirol, sondern nach Mauth im Bayrischen Wald zu fahren – die Tatsachen gaben uns recht!

Am Sonnabend, dem 3.2.2007, begab ich mich nach Manebach. Margit konnte leider krankheitsbedingt nicht mitfahren. Es herrschte frühlingshaftes Wetter, der Garten war mit Schneeglöckchen übersät, auch in Thüringen war weit und breit nichts von Schnee zu sehen.

Am Sonntag, dem 4.2., starteten wir um 8:55 Uhr in Ilmenau-Manebach mit Margits Tochter Sabine und den beiden Enkeln Jonas und Jakob – zunächst nach Geraberg, um Sabines Schwiegermutter Elisabeth abzuholen. Durch den Rennsteigtunnel über Coburg, Nürnberg, Regensburg, Freyung erreichten wir Mauth 14 Uhr – unterwegs Frühlingswetter, am Ziel Sonnenschein, viel Schnee, unter 0 Grad. Nach einem kurzen Imbiss begaben wir uns an den Rodelhang. Nach dem Kaffeetrinken unternahm ich mit Sabine noch eine kleine Skitour (10 km Loipe). Unser Quartier war recht großzügig: eine nicht mehr benutzte geräumige Wohnung mit aller Ausstattung, aber nicht ganz auf dem neuesten Stand.

Am Montag fuhr ich mit Sabine und Jonas die 5 km Runde, während Elisabeth mit Jakob mit dem Rodelschlitten spazierte. Am Nachmittag besuchten wir gemeinsam das Freigehege Neuschönau (Wölfe und einige andere Tiere konnten wir sehen, aber die meisten hatten sich gut versteckt). Danach ging ich noch mal auf 10 km-Tour. Zu Abend speisten wir alle zusammen in der Säumerpfad-Schänke in Mauth.

Am Dienstag Morgen unternahmen wir gemeinsam eine kleine Schlittenwanderung um den Ort. In der Mittagspause tourte ich mit Sabine über die 12,5 km Runde Richtung Kreuzberg (Freyung). Am Nachmittag ging es noch mal an den Rodelhang. Nach dem Abendbrot begaben wir uns mit Jonas (per Auto) nach Finsterau zum „Nacht-Skifahren“.

Am Mittwoch Morgen schneeschippten die beiden Minis mit wahrer Begeisterung (wir hatten auch eine Kinder-Schneeschippe mitgenommen). Danach fuhren wir alle gemeinsam ins Böhmische nach Strazny (wenige Kilometer entfernt), wo wir eine kleine Winterwanderung unternahmen. Die Kinder bestaunten, wie mit klassischer „Technik“ (ein Pferd) Baumstämme aus dem Wald geholt und aufgestapelt wurden. Nach dem Mittagessen fuhren wir wieder zurück nach Deutschland. Während der Rest Mittagspause machte, tourte ich die 25 km-Runde (1 Std. 48 Minuten).

Der Donnerstag begann wieder mit Schneeschippen. Danach fuhren wir mit dem Auto nach Finsterau (dichter Nebel!); Sabine drehte mit Jonas eine kleine Skirunde, ich spazierte mit Elisabeth und Jakob (auf dem Schlitten) ein wenig; Jakob absolvierte seine ersten Ski-Versuche. Danach begaben wir uns zum Freilicht-Museum Finsterau (wobei ich mich mit dem Auto verfuhr und der Rest sich gründlich verlief), wo wir auch gleich unser Mittagessen einnahmen. Sabine fuhr mit den Skiern zurück, während ich den Rest mit dem Auto zurückfuhr. Während des Mittagschlafes drehte ich meine 25 km-Runde, zunächst besser gewachst als am Vortag, aber dann machte es mir ein ekliger Schneeregen schwer. Der Rest des Tages war wettermässig versaut. Zum Abendbrot holten wir Pizzen aus dem Cafe.

Am 9.2. drehte Sabine mit Jonas ein 5 km Skirunde, während ich mit Jakob Skifahren übte: er lief dann plötzlich sogar freihändig und legte ca. 1 km auf Skiern zurück. Als Sabine uns einholte, klemmte sie ihn abwärts zwischen die Beine, ihm gefiel es, und er wollte „noch mal“. In der Mittagspause tourte ich mit Sabine die (wegen Windbruches) modifizierte 20 km Buchwald-Loipe von Finsterau aus bei immer strahlender werdendem Sonnenschein – leider war die Anschluss-Loipe zur Moldau-Quelle nicht passierbar. Nachmittag besuchten wir das Glasmuseum, wo Jonas sich selbst eine Glaskugel blasen durfte.

Der Sonnabend begann mit strahlendem Sonnenschein. Wir fuhren nach Annathal, um die Sonnenloipe zu genießen – Sabine mit Jonas auf Skiern, ich mit Elisabeth und Jakob mit dem Schlitten; leider war die Loipe in keinem guten Zustand (eisig, huckelig), sodass wir beizeiten wieder unser Quartier aufsuchten. Nach dem Mittagessen fuhr ich mit Sabine und Jonas (ausnahmsweise ohne Mittagsschlaf) nach Finsterau: Sabine fuhr mit Jonas die kleine 7,5 km-Rund, ich ein Stückchen weiter. Die Sonne strahlte, im Schatten war die Spur etwas eisig, in der Sonne um so wässriger. Danach rodelte ich noch mit den beiden Minis. Zum Abendbrot begaben wir uns wieder in die Schänke am Säumerpfad – Jonas war ganz begeistert vom flambierten Blutwurz, den ich mir ausnahmsweise genehmigte.

Am 11.2. starteten wir bei einsetzendem Tauwetter und dichtem Nebel gegen 9.30 Uhr zur Rückfahrt. Nach 15 Minuten Fahrt war bereits nichts mehr von Schnee zu sehen, an der Donau herrschte Frühling, ab Bamberg war „Unterwasser-Fahrt“, am Rennsteig schneeregnete es bei knapp unter 0, nach 4 Std. 15 Min. Fahrzeit kamen wir in Manebach an, gegen 17 Uhr war ich wieder in Dresden bei frühlingshaftem Wetter. Wenige Tage später war es in Mauth bereits vorbei mit gespurten Loipen.


Stand: 15.02.07